Michael Heraeus/"Dackel") - jahrelanger Vorsitzender des Ehemaligenvereins und jetziger stellvertr. Vorsitzender . begeht am 24. Januar 2012 seinen 70. Geburtstag.

Herzlichen Glückwunsch und den Wunsch, "Dackel" noch lange aktiv in den Reihen der Ehemaligen der PGS zu sehen!!

 

 

                  Wolfgang Schubert und Frau, Dassel 1959

Am 29. Juli 2011 begeht der frühere beliebte Deutsch- und Sportlehrer   Wolfgang Schubert    in seinem Zuhause 
Im
Wiesengrund 12, 37441 Bad Sachsa
seinen 90. Geburtstag.

    Der Ehemaligenverein gratuliert ihm von Herzen!


Im Jahrbuch 2011 (S. 19) wurde näher über ihn berichtet werden.

    Aus der Abi-Zeitung der PGS Dassel von 1959

                         von Wilhelm von der Recke, Pastor a.D,. zur Verfügung gestellt

Schubert, Wolfgang, unterscheidet sich vom Musiker Schubert
dadurch, daß er kein Musiker ist, sondern Schlesier.
Trotzdem gibt er meistens den Ton an und spielt die 1. Geige
(am liebsten zugleich die zweite wegen der gesteigerten Wirkung).
Seinen schlesischen Patriotismus bringt er dadurch zum Ausdruck,
daß er sich ausdrücklich zu Größen wie Angelus Silesius,
Joseph von Eichendorf, Gerhart Hauptmann und der schlesischen
Bratwurst zählt (rein geographisch verstanden).

Seine starke Selbstsicherheit spiegelt sich wider in dem blanken
Generalsknopf (garantiert echtes Walzgold), der den blauen Blazer
zusammenhält. Das sieht gut aus, denn man geht nicht mehr ohne Knopf.
Außerdem stärkt es dasSelbstbewußtsein und die autoritas, die sich
ihrerseits wieder in der großzügigen Art, in der er über freiwerdende
Stunden verfügt, ausdrückt. Im "Tasso" (nicht etwa "Hasso" oder gar
"Harro") hieß es noch: "Gut ist, was sich ziemt." Herr Schubert aber ist
Marxist, wenn er sagt: "Gut ist, was der Klasse frommt."
Die Unbeirrbarkeit, mit der er diesen Standpunkt vertritt, macht ihn
würdig für den Stalinpreis mit Brillianten,eine Auszeichnung, die einen
dekorativen und geziemenden Platz neben dem besagten Knopf finden
würde. Unsere Ablehnung dieser Prinzipien ist ebenso unbeirrbar, aber
nicht so erfolgreich. Das liegt an der einseitigen Machtverteilung.
Zwar wird er nie müde zu betonen, ein Oberprimaner habe alle
aaaaber ....

An diesem Aber hängt das ganze machiavellische Prinzip, sowie der
dicke Hund, als auch sämtliche Gründe für das Vorrecht der
' herrschenden Klasse. (Aus dem Blickwinkel der Macht gesehen
bedeutet eine Klasse nicht dasselbe wie oben. Das ist verständlich.)

Der Unterricht wird pikant durch amüsante Begleiterscheinungen
desselben. Nehmen wir die „Unio mystica“.
Wer wollte behaupten, wenn das Auge rollt und die Pupille rund und
schwarz durch uns hindurch ins Offene blickt, während sich die Finger
magisch spreizen, er sei nicht uniert gewesen und habe die Unio nicht
leibhaftig erlebt? Merkwürdig, ja geradezu wundersam ist es (und wenn
erklärbar, dann nur durch Heinrich Weinstock), daß sich auf ähnlich
Weise und durch gleiche Gebärde auch das Göttliche bei Schiller,
der Weltgeist bei Hegel, die tiefen romantischen Empfindungen bei
Novalis, die Erbmasse bei Oskar Alving, die Minnelust von
Annodazumal, die germanische Ehre, sowie das Dach bei Jaspers,
die Lebensfülle bei Goethe (aber nicht Göte), die Nymphomanie von
Francoise Sagan und der Wert des Militärs als Schule der Nation
ausdrücken. Bei letzteren Gedanken hört er immer noch die Hacken
der kleinen BDM - Mädchen klappern und die bunten Röcke wehen,
wenn sie hinter der Fahne für den Führer marschierten und einzeln ins
Imaginäre schritten ...

Füllest wieder Klass' und Saal still mit Pitralon *,
Lösest endlich auch einmal meine Seele davon.
Breitest über mein Gefild lindernd deinen Blick,
Wie des Lehrers Auge mild über mein Geschick.
Fließe, fließe, Redefluß, nimmer werd ich froh,
Daß man doch zu seiner Qual immer was vergißt.
Selig, wer sich vor der Welt, ohne Haß verschließt
Und sich gar nicht stören läßt, wenn die Stunde schließt.
Leise nur das Lüftchen sprach und es zog gelinder,
Durch das stille Schlafgemach all der lieben Kinder.

*Pitralon seinerzeit ein Rasierwasser, das man angeblich auch als Mäusegift
benutzen konnte . 


Poch, poch ... es klopft. - Wer mag das wohl sein? - Siehe, Herr Klöhn,
der über die Schwelle bücklingt und sich nun fast umbringt vor Höflichkeit
und Beteuerungen, doch bitte um seinetwillen keine Umstände zu
machen und sitzen zu bleiben (indeß, das distinguierte Lächeln bleibt
gewahrt): "Ich wollt Se doch gittlichst gebetn habn, Herr Schubert, ob
Se velleich und Se wolltn aso barmherzig sein ...
Herr Schubert schweigt düster und bohrt Herrn Klöhn einen scharfen
Blick in den Nacken, während dieser, gleichsam im Bewußtsein seiner
höheren Sendung - von Bobo - , emporwächst.

Herrn Schuberts Blutdruck steigt. Er räuspert sich laut und blickt
ostentativ nach der Armbanduhr, so daß selbst schläfrige
Primaner-Augen wieder an Leben gewinnen. Herr Klöhn kommt zum
Ende seiner Ausführungen, der Blutdruck sinkt, Herr Schubert räuspert
sich erneut und schließt die Tür persönlich, denn nun kann er wieder
ungestört in das Wesen der Dinge hinabsteigen. Munter folgen wir ihm
in die geistig - seelischen Ur- und Abgründe. Wenn es ganz vertrackt
wird, schaut der Meister ins Offene, um sich zu stärken. Er hat dafür so
seine eigene Technik: Indem er leicht den Kopf links in den Nacken legt,
fixiert er mit dem linken Auge, auf das sich schwer das Lid senkt, die
Dachziegeln seines Heimes, das zugleich das unsere ist (ihre genaue
Zahl kennt nur er und Männi). Mit dem rechten Auge, über das sich die
Braue hebt, späht er ins Himmelblaue. Das ist wahre Meditation, das ist
reine Mystik, Irdisches und Metaphysisches zusammen zu zwingen
(wenn man davon absieht, daß m y s t e i n - Augenschließen heißt).

In diese Tiefen können ihm nur wenige Magier folgen. Man darf sich
nicht darüber hinwegtäuschen; denn jede Antwort wird mindestens mit
"Ja" quittiert: "Ja, wie meinen Sie das?" = Note 5 "Ja, richtig !" = 3 - 4
"Ja, schön !" = 3 + "Ja, sehr schön !" = 2 - "Ja, ein kluger Gedanke!"
= 2 + Röchelndes Ausstoßen des Atems und Sinkenlassen der Arm
= 1 - der Urgrund ist erfaßt!
Retrospektiv betrachtet könnte ein Nichteingeweihter denken,
Wolfgang Schubert sei ein Klassenfeind gewesen. Aber dialektisch
gesehen heben sich seine inneren Widersprüche auf. Ja, sie schlage
sogar um nach dem Gesetz der sich negierenden Negation und lassen
ihn als klassenfreundlich, ja klassensympathisch erscheinen - dergestalt
etwa, daß er sich zur Prüfung der Reife in die Waagschale eines jeden
von uns gleichsam hineinsetzte, auf daß sie sinke und Herr Panke,
der Schulrat, lächelnd murmele: "Ich habe ein Bild, danke !"

 
Herr Schubert - Klassenlehrer und für die Internen gleichzeitig
Hausvater - wurde von seiner Klasse aufrichtig verehrt, gehörte aber
zu den wenigen Lehrern, die keinen Spitznamen trugen, etwa im
Gegensatz zu "Bobo", dem Direktor Dr. Kramer, zu "Seppel", dem
Heimleiter Dr. Petzold, zu "Kulle" Bach, "Mops" Liebig und
"Harro" Janetzke (s.u.) und auch im Gegensatz zu den meisten
Mitschülern z.B. "Männi" Eschner und "Kabum" Brüggemann.



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Fotos von der Einweihung des "Paulinums"
am 4. Juli 2011

     

Die bislang in der ehemaligen Reinhald von Dassel-Realschule untergebrachte
Unterstufe freut sich nun auf den Bezug neuer lichtdurchfluteter Schulräume.


Schulleiter Gerhardt Wittkugel  - Oberlandeskirchenrätin Dr. Kerstin Gäfgen-Track

Den Gottesdienst hielt die Oberlandeskirchenrätin Frau Dr. Kerstin Gäfgen-Track
zu dem Motto aus dem Paul Gerhardt-Lied "Geh aus mein Herz": ."...
deines Gartens Schöne Blum"
.

Hierzu hatte die Unterstufe Papierblumen gebastelt und eine sinnbildliche,
nette Darstellung aufgeführt
.

Gute Wünsche steigen zum Himmel!

StD a. D. Theodor Müller mit Rolf-Erich Wandhoff + Michael Heraeus vor dem "Paulinum"

Eines der neuen Klassenräume:

Superintendent Heinz Behrends, Schulleiter Wittkugel, OStD a. D. Dr. Helmut Dinse,
Michael Heraeus

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Die Schulleitung teilt mit:                                4. Juli 2011

Bei gutem Wetter treffen sich ab 10.30 Uhr alle Schüler und
Lehrer zu Gottesdienst und Einweihung vor dem Paulinum.
Auch Eltern sind herzlich eingeladen, uns bei der Feier und
den anschließenden Aktionen zu begleiten. Wenn es regnet,
müssen wir die Feier in die neue Aula (der „Paula“) verlegen.
Aus den Klassen 7-10 und den Kursen können dann nur
jeweils 5 Schülerinnen und Schüler teilnehmen.

Anmerkung für die Ehemaligen:Die bisherige Aula aus Ende der
50- er Jahre wird weiterhin für das Schreiben von Klausuren und
auch Darbietungen auf der Bühne genutzt.


Grußwort Einweihung Unterstufengebäude PGS

                   "Paulinum" am 4. Juli 2011   

           vom Vorsitzenden des Ehemaligenvereins R.-E. Wandhoff                              

Mit der Einweihung des neuen Schulgebäudes in diesem Jahr begehen wir zugleich das 60-jährige Bestehen der Paul-Gerhardt-Schule auf diesem Gelände an der Ilme. Denn im Jahre 1951 wurde hier mit dem Erwerb der vormaligen Ruwo-Werke (einer ehemaligen Pumpenfabrik) durch den „Verein des Evangelischen Schulgemeinde Hannover“ der Schulbetrieb in den alten Fabrikgebäuden aufgenommen

Es ist ein beachtlicher weiter Weg von den damaligen muffigen Fachwerkbauten und Fabrikationsgebäuden des 19. - bis hin zu dem lichtdurchflutetem Flachdach-Bau des 21. Jahrhunderts, den wir heute einweihen.


Er prägt als sichtbar modernes Gebäude den Eingang zum Schulkomplex - gleichsam als Visitenkarte an prägnanter Stelle -, das sinnbildlich zugleich den „frischen Wind“ widerspiegelt, der der heutigen Schule eigen ist. Als Außenstehender könnte man meinen, dass mit der Errichtung des neuen Schulgebäudes für die Unterstufe die Paul-Gerhardt-Schule wieder „komplett“ sei. Aber es gibt weitere Wünsche - wenn nicht gar Notwendigkeiten: Angesichts des Anstiegs der Schülerzahl auf ca. 1000 fehlt eine weitere Turnhalle. Die bisherige wurde Ende der 50-er Jahre  errichtet, als die PGS nur ca. 350 Schüler hatte.
Gewiss – das Niveau und das Ansehen einer Schule werden zwar nicht durch ihre Gebäude, sondern durch die Qualität ihrer Lehrer und den hinter der Schule stehenden Geist geprägt. Aber ein modernes Schulgebäude mit luftigen Klassenzimmern ist eine gute Voraussetzung sowohl fürs Lernen wie fürs sich Wohlfühlen.


An dem Gebälk eines alten Fachwerkhauses in Meisenheim ist zu lesen:
NEUE HÄUSER, NEUER RAUM, MÖGEN SICH GESTALTEN!
DER ERINNERUNG GOLDENER TRAUM HÄNGT DOCH AN DEM ALTEN!

Wir Ehemaligen gratulieren der Schule zu diesem Erweiterungsbau und wünschen ihr, dass sich die neuen Räume positiv „gestalten“ mögen!
Der zweite Teil dieses Spruches - „DER ERINNERUNG GOLDENER TRAUM HÄNGT DOCH AN DEM ALTEN!“ - mag vielleicht die Empfindungen von Ehemaligen wiederspiegeln, die mit der abgebrochenen Fabrikanten-Villa von 1929 - dem späteren Mädchenheim des Internats- alte Erinnerungen an ihre Schulzeit verknüpfen. Doch dabei sei daran erinnert, wie stolz wir damals Mitte der 50-er Jahre waren, als nach und nach die damals modernen neuen Schulgebäude anstelle der alten Fachwerkbauten und der zur Turnhalle umgebaute Fabrikhalle errichtet wurden.

Heute nun weihen wir mit dem "Paulinum" ein Gebäude ein, das in seiner modernen Architektur in gewisser Weise zu den bisherigen Schulgebäuden so kontrastiert, wie seiner Zeit die neu errichteten Gebäude der 50-er Jahre zu den Vorkriegs- Bauten aus der Zeit der industriellen Nutzung. So wünsche ich den vielen Generationen an Schülern, die hier zukünftig das Gebäude nutzen werden, dass sie später nach Verlassen ihrer Schule mit unbelasteten Empfindungen und ebenso positiven Erfahrungen sowie einer Verbundenheit zurückblicken, wie es die meisten von uns Ehemaligen heute tun.

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben. Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, …“ heißt es in dem bekannten Gedicht „STUFEN“ von Hermann Hesse.

 Mit der Inbesitznahme des neuen Schulgebäudes findet gleichsam auch hier ein neuer Anfang statt, brauchen doch Schüler wie Lehrer nun nicht mehr zur Reinhald von Dassel-Schule zu pendeln.
Vielmehr findet zukünftig wieder der gesamte Schulbetrieb konzentriert hier auf dem Schulgelände statt! Möge etwas von diesem Zauber überspringen, wenn wir gleich „Raum um Raum durchschreiten“ und sie uns anschauen.

Bei der Einweihung des "Paulinums" am 4. Juli 2011 als Gäste mit dabei
die beiden Vorsitzenden des Ehemaligenvereins
                          Rolf-Erich Wandhoff und Michael Heraeus

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Pucks Erinnerungen an die PGS (1956 - 1963) 

"Ich hab´s getragen sieben Jahr!" mit ca. 80 Seiten (Januar 2011),  für 12 € + Porto zu beziehen bei
Christof Kämmerer Parkstr. 40 49593 Bersenbrück Tel. 05439/902560 email: christof.kaemmerer@googlemail.com

Internetradio der PGS am 13. u. 27. Januar 2011
Zwei Stunden für eine Begrüßung? Was eigentlich ein paar Sekunden dauert, uns täglich problemlos über die Lippen geht, kann doch sehr langwierig, aber auch interessant sein. Das konnten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a in ihren ersten Stunden des Internetradioprojektes feststellen. Die richtige Musik, das richtige Sprechtempo, die Lautstärke und vieles mehr muss berücksichtigt werden, wenn es im Internetradio gesendet werden soll. Mit Hilfe des Programms Audacity wollen die Sechstklässler in weiteren Stunden eine Radioproduktion erstellen. Seid gespannt – wir sind es auch ;-).
Anm.: Schon in den 60 er Jahren gab es ein "INTERNATS-RADIO" (nicht Internet-Radio) - aber illegal betrieben durch Urs G. ("Pielchen")

Der Schulleiter der PGS Gerhard Wittkugel mal ganz anders:
Am 29. Oktober 2010 fand an der PGS eine Kabarett-Darbietung für die Partner-Schule in KENIA in der Aula der PGS mit besonderen Künstlern statt. 
 
Der Schulleiter mal ganz anders: Kabarett über das Leben bietet Herr Wittkugel mit seinem Bühnenpartner Matthias Schlüter, der an der Schule schon durch zwei Workshops zum Improvisationstheater aufgefallen ist. Im Programm schlagen sich verschiedene Typen, zumeist Prachtexemplare von Männern, durch das Leben und oft hart auf. Lachen und die Erkenntnis, dass das alles gar nicht so weit ab vom eigenen Leben ist liegen eng beieinander: Ein Tanz auf dem schmalen Grad zwischen Spaß und Sinnkrise. Musikalisch swingt der Abend zwischen Tangos von Zarah Leander, Mozart und den Beatles aber nichts bleibt, wie es mal war. Unsere Partnerschule in Kenia braucht dringend ein neues Unterrichtsgebäude, gebaut wird nach Kassenlage: jeder Sack Zement muss beschafft und finanziert werden, jeder Hunderter hilft. Mindestens 1000 € sollen an dem Abend in die Kasse kommen, jeder Euro geht direkt nach Kenia, die Unkosten tragen alle Akteure selbst.


          Besuch aus Kenia am 27. August 2010
Ab Samstag den 28. August haben wir wieder für drei Wochen Gäste aus Kenia bei uns. Die sechs Schülerinnen der Goibei-Girls-High-School werden begleitet von Herrn Barasa, den viele von den letzten Besuchen schon kennen, von seiner Frau Violet und von der Lehrerin Margret Misigo. Die Besucher werden einige Tage in der Schule sein und dort verschiedene Klassen besuchen. Daneben gibt es aber auch ein reichhaltiges Programm mit vielen Informationsfahrten und Besichtigungen. Ein Höhepunkt wird sicherlich ein dreitägiger Theaterworkshop in Fürstenberg, bei dem deutsche und kenianische Schülerinnen gemeinsam ein Theaterstück erarbeiten. Wir sagen den Besuchern herzlich willkommen und hoffen, dass sie überall freundlich aufgenommen werden. Sie werden übrigens gerne auch einfach auf dem Schulhof oder im Lehrerzimmer angesprochen.

Studiendirektor a. D. Heinz Mittag im September 2010 verstorben

Im September 2010 verstarb mit 85 Jahren in seiner Heimatstadt Cuxhaven der frühere Mathe-und Physiklehrer Heinz Mittag. Hierhin war er nach langer Tätigkeit an der PGS in den 50er und 60 er Jahren übergewechselt und wurde dort stellvertretender Schulleiter. Viele werden ihn noch in seinem weißen Kittel im Unterricht oder der Pausenaufsicht vor ihrem geistigen Augen haben. Manch einer wurde von ihm zum systematischen Lernen herangeführt; viele haben von ihm profiert, etliche jedoch ihn auch gefürchtet. Bekannt war er dabei für seine knappen Inhaltsabfragen der voran gegangenen Stunde. Auf den letzten Ehemaligentreffen in Dassel – so auch 2009 – war er treuer Gast, dessen wacher Geist trotz des fortgeschrittenen Alters beeindruckte.

Heinz Mittag 12.08.2010                                     (12.8.1925 -1.9.2010)

 "Dankbarer Rückblick auf 85 Lebensjahre" von Heinz Mittag 
"Am 12. August 1925 wurde ich in Reichenbach am Eulengebirge in Schlesien geboren.   Von 1955 bis 1971  war ich dann wieder Lehrer an einer Heimschule, nun in der Trägerschaft der evangelischen Landeskirche, der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel.
Von 1971-1973 pendelte ich anschließend zum Gymnasium nach Einbeck. Ab 1973 war ich dann Studiendirektor in Cuxhaven am Lichtenberg Gymnasium.
Von Ende 1956 bis September 1957 hatte meine Frau in Dassel meinen Mathematik-unterricht übernommen gehabt, als ich zwischenzeitlich als Referendar in Hannover eingesetzt war. Später unterrichtete sie wieder ab 1967 für 21 Jahre am Cuxhavener Gymnasium. Allerdings wurde schon 10 Jahre vor ihrem Ausscheiden aus dem Schuldienst eine Parkinson-Erkrankung festgestellt, deren Fortschreiten sie mit großer Energie und Erfolg 25 Jahre lang zu verlangsamen suchte, bis sie 2003 verstarb.
Unser eigenes Haus bezogen wir 1977 in Cuxhaven, wo wir dann als erstes Fest unsere Silberhochzeit gegangen, 2002 folgte die Goldene Hochzeit. 1983 heiratete Christian in Garching. Die beiden bekamen eine Tochter, eingerahmt von zwei Söhnen. In gleicher  Weise folgte in Cuxhaven 1986 Joachim. Seit dem 4. Juli dieses Jahres bin ich schließlich Urgroßvater.
So kann ich heute am 12. August 2010 dankbar auf gnädig geschenkte 85 Lebensjahre zurückschauen."  
Anmerkung: Zwei Wochen später ist Heinz Mittag am 1. September 2010 verstorben.
Ich kam in einem Gymnasium zur Welt, denn mein Vater besaß als dortiger Direktor eine Dienstwohnung. Das sollte aber in keiner Weise meine spätere Berufswahl bestimmen.       Im Gegenteil: als mein Vater 1937 in Liegnitz seines Amtes als Direktor enthoben und nach Breslau versetzt wurde, sagte er zu uns Kindern: "Seht Euch Euren Vater an; werdet bloß nicht Lehrer!" Mein 7 Jahre älteter Bruder fiel 1942 in Rußland, meine Schwester - 5 Jahre älter als ich - hatte das Apotheker-Vorexamen, als sie aus gesundheitlichen Gründen den angestrebten Beruf aufgeben musste und dann Lehrerin wurde. Ich wollte an sich Marine-Offizier werden und hatte es zum Kriegsende bis zum "Oberfähnrich zur See" gebracht. Nach dem Krieg habe ich dann mein Abitur in Lübeck nachgeholt unf bin danach "schwarz über die grüne Grenze" zu meinen Eltern nach Perleburg in der damals sowjetisch besetzte Zone gegangen. Von 1946 bis 1950 habe ich in Halle/Saale MATHEMATIK und PHYSIK studiert und wurde als Ausweichberuf nun doch Lehrer. In Halle habe ich auch meine Frau kennengelernt. Sie stammte aus dem pommerschen Schneidemühl. 1952 heirateten wir in Zeitz, wo ihre Eltern inzwischen wohnten. Dort wurde auch 1954 unsere Tochter Hannelore geboren, 1955 folgte Christian. Der Jüngste, Joachim, kam 1958 in Einbeck zur Welt.     Von 1951-55 war ich zunächst Lehrer an einer Heimschule in Roßleben an der Unstrut (mit einer 400-jährigen Schultradition)  und siedelte dann mit meiner Frau 1955 in den Westen über. Meine Frau hatter nach dem 2. Kind ihren Schuldienst aufgegeben. Der Wechsel in den Westen vollzug sich so, dass meine Frau mit einem Interzonenpaß, zwei Kindern und zwei Koffern zu den dortigen Großmüttern reiste, um vordergründig die Kinder vorzustellen; ich flog derweil von Berlin problemlos in den Westen nach nach Hannover.

HERAEUS-STIFTUNG FÖRDERT PGS-FORSCHERKLASSEN MIT 10.000 €

Fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Ehemaligenverein und Schule
Im Nachklang zu unserem letzten Ehemaligentreffen in Dassel, in dem die Schule uns u. a. die Eingangsprofile der Unterstufe „Laptop, Darstellendes Spiel und Forscher“ vorstellte ist es durch Vermittlung des 2. Vorsitzenden Michael Heraeus, Einbeck zu einer beachtlichen Spende durch die Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung, Hanau gekommen: 10.000 € stellen sie für die Anschaffung von Laboratorien und Baukästen bereit. Die Stiftung gehört zu den renommiertesten deutschen Stiftungen auf dem Gebiet der Förderungen der Naturwissenschaften und unterstützt zusammen mit der Deutschen Physikalischen Gesellschaft auch innovative naturwissenschaftliche Schulprojekte.
Seit Sommer 2009 wird Schülern an der PGS in wöchentlichen Extrastunden die Möglichkeit geboten, Naturwissenschaft durch eigene Experimente zu erfahren.
Zu den Elementarbereichen Wasser und Luft gibt es Versuche drinnen und in der Natur, werden Hypothesen formuliert und überprüft, Modelle gebaut und unter Realbedingungen getestet, Daten ausgewertet und mit Computerunterstützung präsentiert! Dabei beträgt der Mädchenanteil immerhin 30 %.
Die Schulleitung hat auch die Ehemaligen insgesamt angesprochen, durch individuelle Spenden das Projekt voranzubringen: mit gutem Erfolg: Denn insgesamt sind in 2009/10 weitere rund 1.000 € von uns Ehemaligen aufgebracht worden. Damit knüpft der Ehemaligenverein an früheres Engagement an: nicht nur Fußballtore wurden so ermöglicht, sondern schon1999 wurde durch die beachtliche Spende von damals 14.000 DM aus dem Vermögen des Ehemaligenverein ein zweiter Computerraum an der PGS mit 11 Geräten für 22 Arbeitsplätze realisiert! Damit waren insgesamt 52 Computerarbeitsplätze geschaffen, die in den letzten 10 Jahren den Schülern gute Dienste geleistet haben.



DIE ALTE VILLA IM PARK (1929 -2010)

existiert nicht mehr: Das „Überbleibsel“ aus den Tagen, als es ursprünglich als „Fabrikanten-Wohnsitz“ des Eigentümers der ehemaligen Ruwo-Werke (siehe Foto von ca, 1954), beherbergte ab Mitte der 50ger Jahre bis zum Neubau des Mädchenheimes in 1959 die Mädchen, -Sehnsuchtsort so manchen heranreifenden Internatlers-. Zugleich war es Wohnsitz des Hausmeisters „Opa Nill“. In 2010 musste die „alte Villa“ dem Neubau eines Schulerweiterungstraktes Platz machen. Damit wurde ein schon länger verfolgtes Ziel realisiert, die in die „Reinald-von-Dassel-Realschule" ausgelagerte Unterstufen-Klassen durch einen Neubau an dieser Stelle wieder auf das Schulgelände zurückzuführen. Das macht Sinn, denn Lehrer wie Schüler mussten zwischen den zwei Schulorten hin und herpendeln.
Einen Wunsch hat die Schule dann noch offen: im Park ein schlichtes „Andachtsgebäude“ –mit einer verglasten Wand zum alten Baumbestand der Villa hin – zu errichten. Ob dieses – eventuell unter Einsatz von Eigenhilfe – realisiert werden kann, wird zur Zeit (Mitte 2010) geprüft.

 

Die alte Villa kurz vor ihrem Abbruch


Rechts der Zufahrt passierte man die „alte Villa“ inmitten alter Bäume. Foto: ca.1960


Ehemaligen Schulgebäude der PGS aus den Gründerzeiten Mitte der 50ger Jahre – vormals Ruwo-Werke.

GRUNDSTEINLEGUNG FÜR EIN NEUES SCHULGEBÄUDE

25. Juni 2010

       

Schulleiter Gerhard Wittkugel griff zur Kelle: Bei der Grundsteinlegung eingemauert wurden, geschützt in einer Kapsel, Baupläne, eine aktuelle Ausgabe der Einbecker Morgenpost, das PGS-Jahrbuch und Euro Münzen. Jetzt konnte die Paul-Gerhardt-Schule den Grundstein für ihren Neubau legen, und dafür versammelten sich die rund 850 Schüler zu einem Gottesdienst auf der frisch gegossenen Betonbodenplatte. Der Gottesdienst stand unter dem Motto »Keiner kann ein besseres Fundament abgeben als Jesus Christus selbst«. Dassel (sts). Das Schulwerk der evangelischen Landeskirche errichtet in unmittelbarer Nachbarschaft zu den bestehenden Schulgebäuden auf dem Grundstück der ehemaligen Direktorenvilla einen Neubau mit acht Klassen- und zwei Fachunterrichtsräumen. Der Neubau setze als Eingangsgebäude sicherlich ein prägnantes Zeichen, erklärte Architekt Hans-Jochen Schwieger. Der zweigeschossige Baukörper mit einer Nutzfläche von 1.260 Quadratmetern schmiegt sich so in den Hang, dass von der Schule die Anmutung eines eingeschossigen Gebäudes besteht. Dadurch ist es möglich, beide Geschosse ebenerdig zu erschließen. Den Kern des Gebäudes bildet ein überhöhter, von Tageslicht durchfluteter Mittelteil, der im Erdgeschoss die Eingangs- beziehungsweise Veranstaltungshalle und im Sockelgeschoss die Pausenhalle beherbergt. In den zwei beidseitig daran angefügten, massiven Gebäudeteilen befinden sich die Klassenzimmer, Gruppen- und Fachunterrichtsräume. Durch die Nord-Süd-Orientierung des Gebäudes erhalten die Klassenräume große Fensterflächen nach Osten und Westen für optimale Belichtungs- und Belüftungsverhältnisse. Die Eingangshalle im Erdgeschoss, die auch als Mehrzwecksaal für Schulveranstaltungen genutzt werden kann, ist mit einem abtrennbaren Bühnenbereich ausgestattet. Von der Pausenhalle im Sockelgeschoss gelangen die Schüler direkt zum neu angelegten Pausenhof mit Spielplatz, offenem Klassenzimmer und Schülergärten. Das Zusammenspiel von ausgewählten natürlichen, robusten Materialien und Farben soll Schülern und Lehrern eine angenehme Lern- ¬und Arbeitsatmosphäre geben. Die Gesamtbaukosten liegen bei 3,2 Millionen Euro. Während der Projektwoche hatten sich die Schüler mit der Grundsteinlegung befasst. Das erste Zwiegespräch der Schüler drehte sich dann auch um den Hausbau auf festem Grund. In Musik und Fürbitten kam Dankbarkeit für den Neubau zum Ausdruck. Und auch Schulleiter Gerhard Wittkugel äußerte bei der Grundsteinlegung die Hoffnung, dass sich alle in dem neuen Haus wohlfühlen werden. Jeder Mensch, das wurde deutlich, brauche eine Basis, die ihn hält. Das können beispielsweise Familien oder Freunde sein: Keiner kann ein besseres Fundament sein als Jesus Christus. Bernd Niss, Geschäftsführer des Schulwerks, betonte, dass man einen Gottesdienst auf einer Bodenplatte nicht alle Tage erlebe. Hier verbinde sich das Gewohnte mit dem Besonderen und gebe Gelegenheit zum Nachdenken: Wie bauen die Menschen ihr Leben, und welche Bedeutung hat Gott dabei? Bis es zum Bau komme, liege ein weiter Weg hinter den Beteiligten. Beispiel sei der Bauplan, der verdeutlicht, dass viele Menschen gemeinsam ein Ziel verfolgt haben. Als zweites Symbol nannte Niss den Bauhelm, der den Kopf schützt. Der Helm könne auch Symbol für den Segen Gottes sein, auf dem Haus solle sein Segen liegen und schützen vor Gefahren. Beim Bau eines Hauses für die Schule müssten Viele mitbauen. Es brauche einen festen Grund. Auch die Kirche sei gebaut aus lebendigen Steinen, den Menschen. Beim Bau komme zudem ein Lot zum Einsatz, das von oben nach unten funktioniert, obwohl von unten nach oben gebaut wird. Die Menschen könnten sich aufrichten an Gott, und es werde deutlich, dass er sein Haus mit den Menschen teile. Architekt Schwieger hob hervor, dass die Planungszeit länger gewesen sei als nun die Bauzeit. In die Kapsel für den Grundstein gesteckt wurden Baupläne, die aktuelle Einbecker Morgenpost, das PGS-Jahrbuch und Euro-Münzen. Das Einmauern der Dokumente, so Schwieger, habe einen Sinn. Man geht davon aus, dass Häuser Jahrhunderte überdauern. Sollten sie doch zerfallen und finde man die Rolle, könne man sie wiederaufbauen. Jeder Schüler erhielt einen Stein, um am Haus mitzubauen. Denn jeder mit seinen Ecken und Kanten trage dazu bei, dass die Paul-Gerhardt-Schule so ist, wie sie ist. Und sie ist »gut«, stellten die Schüler fest.


           18.05.2010 Hannover

EVANGELISCHE KIRCHE MELDET WEITERE MISSBRAUCHSFÄLLE

Drei Opfer waren Internatsschüler, vier weitere wurde in niedersächsischen Gemeinden missbraucht oder belästigt: Die evangelische Landeskirche Hannover hat bislang unbekannte Missbrauchsfälle öffentlich gemacht. Nicht alle Taten sind verjährt.

Hannover - Die evangelische Landeskirche hat eigenen Angaben zufolge sieben Verdachtsfälle wegen sexuellen Missbrauchs, sexueller Belästigung und körperlicher Gewalt ermittelt. In drei Fällen handele es sich um ehemalige Schüler des damals kirchlichen Internats der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel, sagte ein Kirchensprecher.


Zwei der Schüler seien von einem Lehrer sexuell missbraucht worden. Ein weiterer sei von einem Erzieher körperlich misshandelt worden, sagte Oberlandeskirchenrätin Kerstin Gäfgen-Track. Die Fälle stammen aus den sechziger und siebziger Jahren und sind damit strafrechtlich verjährt. Die Landeskirche habe jedoch disziplinarrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Das Internat war von 1947 bis 2007 in Trägerschaft der Landeskirche.

Vier weitere Fälle sollen sich in niedersächsischen Kirchengemeinden ereignet haben. Zwei Pastoren und ein Diakon sollen zwei Mädchen und einen Jungen im Jugendalter missbraucht haben. Die Fälle ständen nicht miteinander in Verbindung und datierten aus der Zeit zwischen den sechziger und achtziger Jahren.

Zudem sei eine erwachsene Frau in diesem Jahrzehnt über einen längeren Zeitraum hinweg von einem Pastor sexuell belästigt worden.

Er wolle das Thema Missbrauch so "offen und transparent wie möglich" angehen, sagte der stellvertretende Landesbischof Hans-Hermann Jantzen. Es sei nicht auszuschließen, dass sich weitere Taten ereignet hätten. Die Landeskirche hat daher eine Hotline (0511-1241477, täglich 9 bis 21 Uhr) eingerichtet, bei der sich Betroffene anonym beraten lassen können.