INTERNAT

 
Das Internat der Paul-Gerhardt-Schule besteht seit Mitte der 50er-Jahre. Nach zehn Verhandlungen durch den damaligen Leiter Dr. Petzold wurde am 11.01.1953 das Gelände und die Gebäude des ehemaligen Ruwo-Werkes vom Kirchenvorstand Dassel käuflich erworben. Schon seit 1951 hatte man dort einige Gebäude zu Unterbringung der Klassen und als Wohnung für Lehrer und einiger Schüler gepachtet. In den folgenden Jahrenwurden die Gebäude allmählich durch Neubauten ersetzt. Am 28.10.1956 wurde in Anwesenheit von Landesbischof Dr. Hans Lilje das Hauptgebäude mit dem markanten Türmchen eingeweiht. Das Mädchenheim wurde 1959 als letzter Bau dieswer Periode fertiggstellt. Das Internat umfasste zu der Zeit 140 Plätze und machte dabei nahezu 50 % der Gesamtschülerzahl von 320 aus. Heute sind es im Durchschnitt rund 75 Internats-Schüler bei insgesamt ca. 1.000 Schülern, wobei nicht alle Internatler zur PGS gehen. Bis 1970 hatten 393 Schüler an der PGS ihr Abitur abgelegt, wovon mit 210 mehr als die Hälfte Internatsschüler waren, davon kanpp 1/3 Mädchen.

Der Gründer der Schule, Dr. Petzold, hatte am 31.01.1954 die Schulleitung niedergelegt und OStG Dr. Kramer (Bobbo) übernahm die Leitung der Schule und Herr Dr. Petzold die Leitung des Internats. Er blieb bis zum Jahre 1961 Heimleiter, wurde 1971 pensioniert und zugleich zum "Ehremitglied" des Ehemaligenvereins ernannt.

Dem 1987 mit 78 Jahren verstorbenen Dr. Oskar Heinz Petzold wurde in Würdigung seiner Leistung und zugleich aus Achtung vor seiner menschlichen Größe am 21.01.1989 eine Gedenktafel mit der Inschrift angebracht: "HILARES IN GRATIA DIE" (Fröhlich in der Gnade Gottes.)

Im Internat waren vor allen Dingen Kinder von Ostzonenflüchtlingen untergebracht, die keine Gelegenheit hatten, ein Gymnasium zu besuchen. Schon in den 50er Jahren wurde die Schule in der näheren und weiteren Umgebung bekannt. Die sportlichen Erfolge bei schulischen Wettkämpfen und die Aufführung vieler musikalischer Werke, trugen der Schule große Bewunderung und Achtung ein. Aber auch die Leistungen in den wissenschaftlichen Fächern lagen oft über dem Landesdurchschnitt und waren von den zuständigen Stellen der Schulverwaltung anerkannt. 1956 erlangte die PGS die offizielle staatliche Anerkennung als Vollanstalt udn Ostern 1957 wurde das erste Abitur durchgeführt.

Das Internat ist seit 1. August 2006 in Trägerschaft eines Elternvereins. Die Landeskirche hat mit dem Verein einen Übernahmevertrag abgeschlossen und sind seitdem völlig raus. Es gab von der Landeskirche ein angemessen Startkapital für den Verein. Mit der Landeskirche hat der Verein nur als Vermieter zu tun.

SCHULPROSPEKT VON 1960 AUFGETAUCHT

Dieser Schulprospekt wurde von Schülern "Bettina Mascher" und "Frank-Olaf Büttner" Anfang der 60er Jahre gestaltet. Das monatliche Internatsgeld betrug damals übrigens 250,- DM.

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